Allgemeine Fragen

Häufig gestellte allgemeine Fragen

 

  • Muss ich die Montage- und Betriebsanleitung für GRUNDFOS Pumpen beachten?
    Ja, unbedingt! Die Montage- und Betriebsanleitung enthält grundlegende Hinweise, die bei Aufstellung, Betrieb und Wartung zu beachten sind. Sie ist daher unbedingt vor Montage und Inbetriebnahme vom Monteur sowie dem zuständigen Fachpersonal/Betreiber zu lesen. Außerdem muss sie ständig am Einsatzort der Anlage verfügbar sein.

  • Was ist eine NPSH-Kurve und welche Bedeutung hat sie?
    Die NPSH-Kurve zeigt den mindestens erforderlichen Zulaufdruck in m, damit die Pumpe entsprechend der Leistungskennlinie fördert und um ein Verdampfen des Fördermediums und somit das Auftreten von Kavitation im Innern der Pumpe zu verhindern.

    Bei gegebenen Förderstom muss der am Saugstutzen der Pumpe verfügbare NPSH-Wert immer um mindestens 0,5 m höher als der erforderliche NPSH-Wert sein:
    NPSHA > NPSHR + 0,5 m Sicherheitszuschlag

  • Was ist Kavitation?
    Die Bildung und das schlagartige Zusammenfallen von mit Dampf gefüllten Blasen wird als Kaviation bezeichnet. Dieser Prozess findet an den Stellen im Innern der Pumpe statt, wo der Druck unter den Dampfdruck des Fördermediums sinkt. Der Dampfdruck einer Flüssigkeit ist der Druck, bei der die Flüssigkeit anfängt zu sieden oder zu verdampfen. Kavitation, die zu einer Beschädigung der Pumpe führen kann, tritt auf, wenn die von der Pumpe geforderte Haltedruckhöhe (NPSHerf.) nicht zur Verfügung steht.

    Um Kavitation zu vermeiden, muss am Saugstutzen ein Mindestdruck anliegen, der als vorhandene Haltedruckhöhe (NPSHvorh.) bezeichnet wird, so dass die Flüssigkeit nicht siedet oder verdampft. Es muss sichergestellt sein, dass der am Saugstutzen anliegende Druck immer größer als der Dampfdruck der Flüssigkeit bei vorhandener Medientemperatur ist.

    Anmerkung: Wenn eine Pumpe kavitiert, sollte das Regelventil auf der Druckseite eingedrosselt werden, um den Förderstrom und den erforderlichen NPSH-Wert der Pumpe zu senken. Dabei muss jedoch sichergestellt sein, dass der verbleibende Förderstrom groß genug ist, um die Pumpe ausreichend zu kühlen und schmieren.

  • Was bedeutet der Begriff „Zulaufbetrieb“?
    Der Begriff "Zulaufbetrieb" bezieht sich auf einen Ansaugzustand mit postivem Zulaufdruck, bei dem das Fördermedium von einer Stelle zugeführt wird, die sich oberhalb des Saugstutzens der Pumpe befindet und in Kontakt mit der Atmosphäre steht (offenes System). Damit ist der am Saugstutzen der Pumpe anliegende Druck größer oder gleich dem Atmosphärendruck.

  • Was bedeutet der Begriff „Saugbetrieb“ bzw. „Saughöhe“?
    Der Begriff "Saugbetrieb" bezieht sich auf einen Ansaugzustand mit negativem Zulaufdruck, bei dem das Fördermedium von einer Stelle zugeführt wird, die sich unterhalb des Saugstutzens der Pumpe befindet und in Kontakt mit der Atmosphäre steht (offenes System). Damit ist der am Saugstutzen der Pumpe anliegende Druck kleiner oder gleich dem Atmosphärendruck. Kreiselpumpen benötigen immer einen ausreichenden Zulaufdruck, um eine Förderleistung entsprechend der Leistungskennlinie zu liefern.

    Entscheidend für einen ordnungsgemäßen Betrieb ist der vorhandene NPSH-Wert. Dies ist ein Anlagenkennwert, der größer als der erforderliche NPSH-Wert der Pumpe plus einem Sicherheitszuschlag von mindestens 0,5 m sein muss:
    NPSHA > NPSHR + 0,5 m Sicherheitszuschlag

  • Was geschieht, wenn die Pumpe zu weit rechts auf der Kennlinie läuft?
    Ein Betrieb zu weit rechts auf der Kennlinie bedeutet nichts Anderes, als dass die Pumpe mehr Förderstrom liefert als den für den sie ausgelegt ist. Mit anderen Worten: Die Pumpe ist für den von der Anlage geforderten Volumenstrom zu klein. Ein Betrieb in diesem Bereich kann zu Beschädigungen an der Pumpe und am Motor führen.

    Die Pumpe muss immer innerhalb der unteren und oberen Förderstromgrenzen betrieben werden. Ideal ist ein Betrieb so nah wie möglich am Wirkungsgradbestpunkt, um eine lange Lebensdauer und einen minimalen Energieverbrauch zu gewährleisten.

  • Was geschieht, wenn die Pumpe zu weit links auf der Kennlinie läuft?
    Ein Betrieb zu weit links auf der Kennlinie bedeutet nichts Anderes, als dass die Pumpe einen hohen Druck bei gleichzeitig geringem oder gar keinem Förderstrom liefert. Durch einen hohen Druck in der Pumpe wird die Laufradeinheit belastet und so der Druck auf die Motorlager erhöht. Im Extremfall kommt es zu Schäden an der Pumpe und am Motor. Liegt der Förderstrom unter dem für die Pumpe geforderten Mindestförderstrom, kann zudem das Fördermedium überhitzen und die Pumpe beschädigen. Deshalb muss die Pumpe immer innerhalb der unteren und oberen Förderstromgrenzen betrieben werden. Ideal ist ein Betrieb so nah wie möglich am Wirkungsgradbestpunkt, um eine lange Lebensdauer und einen minimalen Energieverbrauch zu gewährleisten.

  • Was bedeutet Abrasion?
    Feststoffpartikel im Fördermedium erzeugen Reibung, die zu Materialabtragungen führt. Häufiges Problem in der Abwassertechnik durch Sand im Medium, das Pumpenbauteile wie Laufräder zerstört.

  • Wo stehen für Grundfos Produkte Informationen zur Störungsbehebung?
    In der Betriebsanleitung, die jedem Grundfos Produkt beigelegt ist, sind entsprechende Informationen zur Störungsbehebung enthalten. Hier werden nicht nur die Installation, der Betrieb und die Wartung beschrieben, sondern in einem eigenen Abschnitt auch die Störungsbehebung bei allgemeinen Anwendungsproblemen. Diese Informationen erhalten Sie auch über das Programm WebCAPS und über unsere Homepage www.grundfos.de.

  • Wie trete ich mit dem Grundfos Kundendienst in Kontakt?
    Als Installateur haben Sie die Wahl, den Grundfos Kundendienst über Ihren Fachgroßhandel zu bestellen, oder Sie nehmen direkten Kontakt auf.

    Für die direkte Kontaktaufnahme halten Sie bitte Ihre Kundennummer bereit. Sollten Sie nicht sicher sein, ob Sie eine Kundennummer haben, senden Sie uns bitte einen Briefkopf ihres Unternehmens zu.

    Als Privatkunde wenden Sie sich bitte an Ihr Fachinstallationsunternehmen.





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