Spende an Berufsbildungszentrum in Uganda

21.12.2015

Grundfos

Die Niels-Due-Jensen-Stiftung hat mit einer Spende das Berufsbildungszentrum für junge Frauen und Mädchen in Kamuli in Uganda gefördert.

Kamuli ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts im Osten Ugandas. Kamuli hat etwa 40.000 Einwohner, viele Familien wohnen in provisorischen Hütten aus Flechtwerk und Lehm. Wie in den meisten Teilen Ugandas lebt ein Großteil der Menschen in der Region von der Landwirtschaft. Die meisten Familien haben nur ein kleines Stück Land, auf dem sie Nahrungsmittel für den eigenen Bedarf anbauen oder Vieh halten. Oft wird noch mit veralteten Anbaumethoden und Werkzeugen gearbeitet und der Ertrag reicht kaum zum Leben.

Insgesamt ist die Region um Kamuli stark unterentwickelt und wird von der Regierung wenig gefördert. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört zur Volksgruppe der Basoga und lebt sehr traditionell. Wenn eine Familie etwas Geld zur Verfügung hat, investiert sie dieses eher in die Ausbildung ihrer Jungen und Männer als in die Bildung der Mädchen. Grund dafür ist unter anderem das traditionelle Frauenbild. Aus diesem Grund investieren die Salesianer Don Boscos in Kamuli besonders in die Bildung von Mädchen. Seit 2009 ist die Anzahl der Mädchen am Don Bosco Berufsbildungszentrum kontinuierlich gestiegen.

Mit der Förderung von 24.518,- € wurden 50 Stipendien an Mädchen und junge Frauen vergeben, die nur so ihre Schulgebühr und Unterbringung im Wohnheim finanzieren können. Die 50 Mädchen und jungen Frauen sind zwischen 16 und 20 Jahren alt und absolvieren eine Ausbildung in den Ausbildungsgängen Kosmetik/Friseur, Bürofachkraft, Schneidern, Hauswirtschaft/Catering, Installation und Metallverarbeitung, Elektrik, oder Landwirtschaft. Sie kommen aus sehr armen Verhältnissen und bekommen durch ihrer Ausbildung die Chance, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ihre Arbeitsmotivation ist daher sehr hoch.

Neu sind die zwei Ausbildungsgänge Kosmetik/Friseur sowie Hauswirtschaft/Catering. Damit reagiert das Berufsbildungszentrum auf die veränderten Rahmenbedingungen des Marktes. Seit im großen Stil Second Hand Kleidung aus Europa und den USA in Uganda eintrifft, wird das Schneiderhandwerk vor Ort weniger nachgefragt. Die Schneiderausbildung war bisher unter den Mädchen sehr beliebt.

Das Berufsbildungszentrum Kamuli und die Salesianer Don Boscos danken der Niels- Due-Jensen-Stiftung herzlich für die großzügige Unterstützung. Mit diesem Beitrag konnte das Angebot des Zentrums zur Förderung der Mädchen und jungen Frauen sowohl quantitativ als auch qualitativ maßgeblich ausgebaut werden.





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